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Schriftsteller 1816 - 1877
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SOLDATENLEBEN IM FRIEDEN



Illustration: Fritz Koch Gotha

Hackländers erstes Werk "Bilder aus dem Soldatenleben im Frieden" erschien 1840 zuerst im "Morgenblatt" der Cottaschen Buchhandlung in Stuttgart. Es handelt sich um einen humorvollen, teils bitteren Rückblick auf seine Zeit bei der preußischen Artillerie 1833-35.
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Das Soldatenleben im Frieden Acrobat-Reader

Zuvor hatte er Literaturübersetzungen für die Zeitschrift "Europa" von August Lewald gemacht. In seiner Autobiographie erinnert Hackländer sich:  "Lindner kam und ich diktirte ihm das erste Kapitel des Soldatenlebens im Frieden genau so, wie es heute in mindestens fünfzigtausend Exemplaren verbreitet ist. Dann wurde die Arbeit sauber abgeschrieben und mit Moritz (einem bekannten Stuttgarter Theaterregisseur) überlegt, welches Journal dadurch glücklich gemacht werden sollte. "Die ´Europa´", meinte er kopfschüttelnd, "wird Ihnen nur ein kleines Honorar zahlen und Ihren Namen nicht so bekannt machen, als wenn es Ihnen zum Beispiel gelänge, beim ´Morgenblatte´ anzukommen."  "Ach ja, Morgenblatt und Cotta`sche Buchhandlung! Welche Aussichten müßten sich dann für mich eröffnen!"  "Doktor Hermann Hauff, der Redakteur des Morgenblattes, selbst ein vortrefflicher Schriftsteller und großer Gelehrter, gibt auf Empfehlungen garnichts ... ." Daß ich nicht ohne Zagen zu ihm, dem berühmten Manne, einem Bruder des zu früh verstorbenen Wilhelm Hauff ging, wird man ... begreiflich finden."

Biwak

Hackländers Soldatenzeit
Kanonier, Bombardier, Unteroffizier - Düsseldorf, Köln, Wesel, Jülich

1833 trat er in die preußische siebente Artilleriebrigade unter Oberst v. Tuchsen ein. Er wurde der siebenpfündigen Fußbatterie in Düsseldorf zugeteilt. Hier erlebte er seine erste Zeit beim Militär und er wurde bald zum Bombardierexamen zugelassen. Die schönste Zeit waren für ihn die Schießübungen auf der Spellner Heide bei Wesel, wo die Soldaten bei Bauern untergebracht waren. Danach wurde die Batterie nach Köln verlegt, wo die Soldaten bis zur Fertigstellung der Kaserne, eines ehemaligen Dominikanerklosters, zunächst einquartiert wurden. Hackländer wohnte mit etlichen Flöhen bei einem Schneider am Turmmarkt. Hier wurde er dann Bombardier. Als sich die Gelegenheit bot, Unteroffizier zu werden, wurde Hackländer vom Premierleutnant Lachmann vorgeschlagen. Examen und Beförderung folgten bald, aber auch die Versetzung zu einer Festungsbatterie in die Citadelle von Jülich. Als die gesamte Batterie dann nach Köln zusammengelegt wurde, hatten sich viele Verhältnisse geändert; Hauptmann Freyend und Premierleutnant Lachmann gingen nach Wesel, der Oberst v. Tuchsen war pensioniert und Hackländers Chancen auf weitere Karriere dahin. Da 'durch allerhöchste Kabinettsordre die Schule in Münster aufgehoben worden und somit für uns Alle selbst die schwächste Aussicht erloschen war, Offizier zu werden.' Nachdem er bei seinem letzten Manöver auf der Spellner Heide vom Pferd stürzte und sich dabei nicht nur die Hand schwer verletzte, sondern auch den Fuß verstauchte, verbrachte er lange Zeit im Lazarett. In dieser aussichtslosen Lage beendete er seinen Dienst in Köln, um eine kaufmännische Stelle anzutreten. "Trotz der guten Aussichten, die ich hatte, verließ ich die Kaserne mit wehmütigem Gefühl und als ich Uniform und Waffen abgab, betrachtete ich die Jahre meiner Dienstzeit als verloren, was aber, wie sich später zeigen wird, nicht der Fall war." ('Roman meines Lebens', 3. u. 4. Kap.)

Oberst von Tuchsen

Der Oberst v. Tuchsen (1775-1839) war ein echtes Original, an den sich nicht nur Hackländer erinnerte. Hier finden sie etliche weitere Hintergrund-Informationen.

http://www.fw-hacklaender.de  © 29.12.2002    nach oben
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